Liebe Leser,
Die letzte Woche seit Big Bear war sehr turbulent und unspektakulaer
zugleich. Ich werde daher thematisch kategorisieren, da die Landschaft
als schnoed trocken heiss und wuestig-kratzig zu beschreiben ist.
Highlights:
- Die Deep Creek Hotsprings! Stundenlang sind wir schwitzend und
duerstend ca. 50m ueber dem rauschenden Deep Creek dahingeschlittert,
einzig durch die aussicht auf ein bad im Fluss motiviert. Zwischendrin
bin ich mit all meinen Sachen an in den Fluss gehopst um beim laufen
kuehler zu sein. Das haelt ca. Eine halbe Stunde bis alle Klamotten
incl. Unterhose wieder trocken sind... Jedenfalls sind wir gegen Abend
eeeeendlich bei den Springs angekommen und es war PHANTASTISCH! Unsere
Kumpels wAren natuerlich schneller da als wir, haben uns johlend
begruesst und dann sind wir alle ab in den kalten Fluss. Es fliessen an
der Stelle heisse Thermalquellen in den Creek, von daher gab es Becken
unterschieldicher Waerme. Glorreich!!!! Nach so einem aetzenden Tag
fuehlt man sich mit seinen homies wild kichernd und bis zum Hals im
heissen Wasser ploetzlich wieder unbesiegbar.
- Cowboy campen!! So heisst es, wenn man aufs Zelt verzichtet und
einfach unter Freiem Himmel schlaeft. Wir sind ziemlich gut darin
geworden und es gibt nichts schoeneres als den Anblick des
Sternenhimmels waehrend einem die Augen zufallen.
- Nette Gesellschaft!! Wir laufen gerade in einem sehr vergnueglichem
Trueppchen. Die drei "Caballeros" Sean, Chris und Charles, Justin und
Three Bears die sich manchmal dazu bequemen ein Stueckchen mit uns zu
gehen in dem wir dann auf einmal Meilen ohne Ende weghauen, die sind
schnell... Ausserdem noch Ben und Russ, die auch noch keine Trailnames
haben. Gestern Abend wurde in Wrightwood beim Mexikaner getafelt, es gab
Pitcher voller Erdbeermargheritas (leeeeecker), viel Gegroele und sogar
Gesang.
- McDonalds am Cajon Pass. Der einzige Maeckes direkt auf dem Trail,
weil er an der Stelle unter einer Autobahn laengs muss. Nur so viel: es
war krass und die zivilisierten Leute haben sich entweder neugierig
dazugesetzt oder nach draussen begeben, um dem eau de hiker zu
entfliehen...
Zwei Tage vorher schon haben Tina und ich schwitzend von Massen an Soda
und fliegenden Burgern getraeumt. Die Dimensionen meines momentanen
Appetits: eine grosse Pommes, 1 liter Cola, den groessten Burger,
Chicken Nuggets und einen grossen Milkshake. Danach war mir aber auch
etwas flau... Plus 3 cheeseburger zum mitnehmen, die halten sich ja.
- Kraft! So langsam kommen die Trail legs. Wir koennen schneller und
laenger laufen und bergauf merkt man kaum. 25 Meilen waren unser
laengster Tag bisher, ca. 37km. Das schockt, vor allem da wir auch ca.
37 grad C im Schatten hatten...
WIDRIGKEITEN
- die Wueste will einen essen. Alles ist giftig (Poodle Dog Bush, Poison
Oak, Klapperschlangen, Zecken) oder zerkratzt einem total die Beine
oder zersticht einen (Fliegen en masse, Muecken, wild gewordene Bienen).
- Blasen. Den einen Tag konnte Tina nicht mehr gehen vor Schmerz und wir
mussten ihre Schuhe an der Seite aufschneiden um den kleinen Zehen
Platz zu geben. Meine Blasen zaehle ich schon nicht mehr, meine Hacken
sehen aus wie eine Mondlandschaft, Krater und Vulkane. Natz.
- Dreeeeeck! Einfach ueberall. Man sitzt da und stinkt und die Fliegen
machen sich ueber die frischen Beinkratzer her waehrend man versucht
unter einer schwaerzlichen Schicht die Ursache der neuesten Blase zu
erkennen. Und dann denkt man sich manchmal, dass man es doch so einfach
haben koennte in einem daenischen Ferienhaus.
Wir hatten also auch schon "shitty days".
Wildlife:
- Anzahl der gesichteten und umschifften Klapperschlangen: 7. Sonst noch
viele sehr coole andere grosse Schlangen wie die King Snake.
- hunderte verschiedene Eidechsen, dabei auch ziemlich grosse dicke, ca. Unterarmlang plus Schwanz.
- heute das erste Mal Chipmunks, wir sind wieder auf Hoehe (Mt. Baden-Powell, 3000m).
Soviel erstmal, bis bald,
Louisa (deren Trailname gerad noch umstritten ist) und Kristina
in einer Birke hängend.
Montag, 21. Mai 2012
Samstag, 12. Mai 2012
Liebe Leser,
Es ist heut Lauftag 15, wir sind soeben in Big Bear eingetroffen. Das Hostel hier ist super, es gab DUSCHEN und gerade laueft die Waesche. Duschen ist grossartig (mehr als grossartig, eigentlich). Heut morgen meine Tina zu mir: "Oeh, du hast da irgendwie Dreck am Mund. Eigentlich siehts mehr aus wie ein Bart..." Ja. Es ist wahnsinnig wie alles sofort eindreckt. Tina sah mal aus, als ob sie Augenbrauenstift benutzt haette, es bleibt einfach ueberall haengen.Manches geht auch gar nicht mehr weg, trotz Dusche...
Die letzten Tage waren sehr anstrengend, wir sind nach dem zwischenstopp in Idyllwild (gutes Essen, gute Musik, gute Gesellschaft) durch die San Jacinto Berge gelaufen. Viel Steigung, dafuer aber auch kuehlere Temperaturen und schoen viele Baeume. Die beruehmt-beruechtigte Fuller Ridge war gar nicht weiter schlimm. Ein schwitzender Aufstieg und ein Abstieg mit einigen Schneefeldern!! Spannung!War aber durchaus machbar und eigentlich ganz lustig. Danach ging es ueber 16 Meilen 1000 Meter bergab auf den Boden der Wueste. (Im Schnee stehend in die Wueste blickend- wahnsinn!!!)Der Abstieg war aetzend, unsere Beine waren von den ganzen Stachelbueschen zerkratzt, es gab nirgends Wasser und es zooooog sich in die Laenge. Einige wurden auf dem Weg von Bienen gestochen, an deren Nest wir vorbeikamen, Tina und ich hatten Glueck. Frogger, ein Brite meinte unten (beim heiss ersehnten Wasser angekommen): "The Desert SUCKS!!!"
Danach waren es in der Wueste atemberaubende 45 Grad Celsius, sowas hab ich noch nicht erlebt. Zu allem ueberfluss war der Boden auch noch sehr sandig, ich kam mir vor wie ein sterbender Beduine bei Karl May. Nicht gut. Vorwaerts gehen ohne vorwaerts kommen;
Zum Glueck gings dann wieder auf der anderen Seite in die San Gorgonio Berge, die wir jetzt glaube ich passiert haben.
Gerad ist ein lieber Mensch mit Pzza hereingesegelt, da muss ich zugreifen!! Bis spaeter!!
Es ist heut Lauftag 15, wir sind soeben in Big Bear eingetroffen. Das Hostel hier ist super, es gab DUSCHEN und gerade laueft die Waesche. Duschen ist grossartig (mehr als grossartig, eigentlich). Heut morgen meine Tina zu mir: "Oeh, du hast da irgendwie Dreck am Mund. Eigentlich siehts mehr aus wie ein Bart..." Ja. Es ist wahnsinnig wie alles sofort eindreckt. Tina sah mal aus, als ob sie Augenbrauenstift benutzt haette, es bleibt einfach ueberall haengen.Manches geht auch gar nicht mehr weg, trotz Dusche...
Die letzten Tage waren sehr anstrengend, wir sind nach dem zwischenstopp in Idyllwild (gutes Essen, gute Musik, gute Gesellschaft) durch die San Jacinto Berge gelaufen. Viel Steigung, dafuer aber auch kuehlere Temperaturen und schoen viele Baeume. Die beruehmt-beruechtigte Fuller Ridge war gar nicht weiter schlimm. Ein schwitzender Aufstieg und ein Abstieg mit einigen Schneefeldern!! Spannung!War aber durchaus machbar und eigentlich ganz lustig. Danach ging es ueber 16 Meilen 1000 Meter bergab auf den Boden der Wueste. (Im Schnee stehend in die Wueste blickend- wahnsinn!!!)Der Abstieg war aetzend, unsere Beine waren von den ganzen Stachelbueschen zerkratzt, es gab nirgends Wasser und es zooooog sich in die Laenge. Einige wurden auf dem Weg von Bienen gestochen, an deren Nest wir vorbeikamen, Tina und ich hatten Glueck. Frogger, ein Brite meinte unten (beim heiss ersehnten Wasser angekommen): "The Desert SUCKS!!!"
Danach waren es in der Wueste atemberaubende 45 Grad Celsius, sowas hab ich noch nicht erlebt. Zu allem ueberfluss war der Boden auch noch sehr sandig, ich kam mir vor wie ein sterbender Beduine bei Karl May. Nicht gut. Vorwaerts gehen ohne vorwaerts kommen;
Zum Glueck gings dann wieder auf der anderen Seite in die San Gorgonio Berge, die wir jetzt glaube ich passiert haben.
Gerad ist ein lieber Mensch mit Pzza hereingesegelt, da muss ich zugreifen!! Bis spaeter!!
Dienstag, 1. Mai 2012
Liebe Leser,
Kristina und ich haben nun Lauftag 7 hinter uns und befinden uns in Warner Springs. Wir sind jetzt 110 Meilen gelaufen. Prinzipiell geht es uns sehr gut, lahm, sehr dreckig, aber gut. Seit geraumer Weile gabs keine Dusche mehr und das Wasser ist zu selten und zu schade zum Waschen. Ich habe also immer eine Schicht sunblock und eine Schicht Dreck auf mir, Tag fuer Tag gestapelt. nein ich werde nicht braun, sieht nur so aus :)
Wir befanden uns die letzten Tage in der Anza-Borrego Wueste. Es waren Tagsueber bruttige 35 Grad und wir haben uns im Siesta halten geuebt, feine Sache. Meistens stehen wir um halb sechs morgens auf. Wir haben schon gesehen: Eine Tarantel an Tag 1, zwei klappernde Klapperschlangen (aufregend!) und 6 andere Schlangen und viele coole Voegel und Pflanzen. Im Moment blueht alles, 1000e Wildblumen, sowas hab ich noch nicht gesehen! Und alle Kakteen bluehen auch :) Toll. Also auch wenn man schwitzt wie ein Affe und jeder kuehlen Brise hinterherhechelt gibt es tolle Dinge im kleinen zu bestaunen.
Der Kickoff hat auch sehr viel Spass gemacht, viele nette Leute kennengelernt, auf dass man unterwegs eigentlich immer bekannte Gesichter trifft. Es ist einiges los auf dem Weg, aber es haelt sich in angenehmen Mengen :)
Heute haben wir den Eagle-Rock gesehen, eine Felsformation die Original wie ein Adler aussieht. Wir natuerlich raufgekraxelt und der liebe G-Man hat ein Foto gemacht. Trailnames haben wir noch nicht, aber das kommt vielleicht bald! Heute haben wir auch unser erstes Versorgungspaket bei der Post abgeholt und unsere Bouncebox umsortiert. Es lebe USPS!
Die Leute hier sind der helle Wahnsinn, so was nettes. Wir haben schon einiges an Trailmagic erlebt, Nettigkeiten, die die lokalen Leute einfach so fuer die Hikers machen. Wie z.B. tonnenweise Wasser in die Wueste zu schleppen. Heute gabs in einem Brunnen auch schwimmende Sodas. Und die Trail Angels in SanDiego haben einfach mal alle Hikers durchgefuettert, Obdach gegeben, und zum Trailhead gefahren. Wahnsinn. Die nehmen noch nicht mal Spenden an!
Hier in Warner Springs hat die Ranch dichtgemacht, die sonst die Hikers versorgt hat. Also gibt es ein provisorisches Lager (wo ich jetzt bin) in dem ein paar Omis Burger braten, Snickers und Babypuder (fuer die Fuesse) und Internet zur Verfuegung stellen. Klasse. Oh welch Freude, an einem Tisch zu sitzen und ganz zivilisiert mit Volldampf in einen Cheeseburger zu beissen!
Vielleicht lassen sie uns draussen in der Feuerwehrstation mal unter den Schlauch springen??
Unser Zelt bewaehrt sich, letzte Nacht gruessten die Santa Ana - Winde mit heftigen Boen (das hab ich noch die erlebt, so etwas wie den Wind hier- auch an der Nordsee nicht) und haben unser Zelt herumgeboxt. Hat alles prima standgehalten, auch wenn ich mit Pickeraugen dalag und gebetet hab, das mein Wanderstock nicht bricht, der haelt das ganze.
Der Wind ist so krass, dass er einen teilweise einen Meter neben den Trail pustet, wenn man ihn nicht kommen sieht!
Verzeiht das durcheinander, die Leute packen hier grad zusammen und wir werden uns dann mal wieder mit Desert Fox, G-Man, Shutterbug und dem anderen "Hikertrash" vor dioe Tuer bewegen.
Merkt man, dass wir den Spass unseres Lebens haben?!?!
Kristina und ich haben nun Lauftag 7 hinter uns und befinden uns in Warner Springs. Wir sind jetzt 110 Meilen gelaufen. Prinzipiell geht es uns sehr gut, lahm, sehr dreckig, aber gut. Seit geraumer Weile gabs keine Dusche mehr und das Wasser ist zu selten und zu schade zum Waschen. Ich habe also immer eine Schicht sunblock und eine Schicht Dreck auf mir, Tag fuer Tag gestapelt. nein ich werde nicht braun, sieht nur so aus :)
Wir befanden uns die letzten Tage in der Anza-Borrego Wueste. Es waren Tagsueber bruttige 35 Grad und wir haben uns im Siesta halten geuebt, feine Sache. Meistens stehen wir um halb sechs morgens auf. Wir haben schon gesehen: Eine Tarantel an Tag 1, zwei klappernde Klapperschlangen (aufregend!) und 6 andere Schlangen und viele coole Voegel und Pflanzen. Im Moment blueht alles, 1000e Wildblumen, sowas hab ich noch nicht gesehen! Und alle Kakteen bluehen auch :) Toll. Also auch wenn man schwitzt wie ein Affe und jeder kuehlen Brise hinterherhechelt gibt es tolle Dinge im kleinen zu bestaunen.
Der Kickoff hat auch sehr viel Spass gemacht, viele nette Leute kennengelernt, auf dass man unterwegs eigentlich immer bekannte Gesichter trifft. Es ist einiges los auf dem Weg, aber es haelt sich in angenehmen Mengen :)
Heute haben wir den Eagle-Rock gesehen, eine Felsformation die Original wie ein Adler aussieht. Wir natuerlich raufgekraxelt und der liebe G-Man hat ein Foto gemacht. Trailnames haben wir noch nicht, aber das kommt vielleicht bald! Heute haben wir auch unser erstes Versorgungspaket bei der Post abgeholt und unsere Bouncebox umsortiert. Es lebe USPS!
Die Leute hier sind der helle Wahnsinn, so was nettes. Wir haben schon einiges an Trailmagic erlebt, Nettigkeiten, die die lokalen Leute einfach so fuer die Hikers machen. Wie z.B. tonnenweise Wasser in die Wueste zu schleppen. Heute gabs in einem Brunnen auch schwimmende Sodas. Und die Trail Angels in SanDiego haben einfach mal alle Hikers durchgefuettert, Obdach gegeben, und zum Trailhead gefahren. Wahnsinn. Die nehmen noch nicht mal Spenden an!
Hier in Warner Springs hat die Ranch dichtgemacht, die sonst die Hikers versorgt hat. Also gibt es ein provisorisches Lager (wo ich jetzt bin) in dem ein paar Omis Burger braten, Snickers und Babypuder (fuer die Fuesse) und Internet zur Verfuegung stellen. Klasse. Oh welch Freude, an einem Tisch zu sitzen und ganz zivilisiert mit Volldampf in einen Cheeseburger zu beissen!
Vielleicht lassen sie uns draussen in der Feuerwehrstation mal unter den Schlauch springen??
Unser Zelt bewaehrt sich, letzte Nacht gruessten die Santa Ana - Winde mit heftigen Boen (das hab ich noch die erlebt, so etwas wie den Wind hier- auch an der Nordsee nicht) und haben unser Zelt herumgeboxt. Hat alles prima standgehalten, auch wenn ich mit Pickeraugen dalag und gebetet hab, das mein Wanderstock nicht bricht, der haelt das ganze.
Der Wind ist so krass, dass er einen teilweise einen Meter neben den Trail pustet, wenn man ihn nicht kommen sieht!
Verzeiht das durcheinander, die Leute packen hier grad zusammen und wir werden uns dann mal wieder mit Desert Fox, G-Man, Shutterbug und dem anderen "Hikertrash" vor dioe Tuer bewegen.
Merkt man, dass wir den Spass unseres Lebens haben?!?!
Samstag, 14. April 2012
wir sind da
Liebe Leute,
In aller Kuerze: Wir sind gut in Amerika angekommen und nach ein paar sehr schoenen Tagen in San Francisco sind wir nun auf dem Weg nach Sueden. Gestern waren wir im Moneterey Bay Aquarium und haben 5 Stunden Fische geguckt, heute sind wir in San Luis Obispo. Schoen ist es hier, das Wetter ist gut und wir freuen uns schon sehr auf den Trail. Es ist gut, jetzt endlich unterwegs zu sein!
Louisa
In aller Kuerze: Wir sind gut in Amerika angekommen und nach ein paar sehr schoenen Tagen in San Francisco sind wir nun auf dem Weg nach Sueden. Gestern waren wir im Moneterey Bay Aquarium und haben 5 Stunden Fische geguckt, heute sind wir in San Luis Obispo. Schoen ist es hier, das Wetter ist gut und wir freuen uns schon sehr auf den Trail. Es ist gut, jetzt endlich unterwegs zu sein!
Louisa
Freitag, 2. März 2012
nicht mehr lang...
Liebe Leser,
Endlich haben Kristina und ich nach Endspurt und Stressss wieder Freiraum für Planung für den PCT, auch wenn wir beide nebenher noch alle Zelte hier abbrechen und umziehen müssen...
In einem Monat geht es los!! In der Zeit seit unserem letzten Post konnten folgende Dinge abgehakt werden (Achtung, Gear-Nerd-Geschnacke):
- Zelt. Ist endlich da!! Wir werden ein UL-Zelt von Mountain Laurel Designs (sehr zu empfehlen, die Jungs) benutzen, es wiegt ca. 800g. Konnte noch nicht probehalber aufgebaut werden, da die neuen Wanderstöcke bei meinen Eltern sind...
- Wanderstöcke: Leki Thermolite. Nachdem unsere Meru-Teile in Schweden und den Alpen nur so geht-so prima waren, gibts jetzt mal gute Markenstöcke. 460g.
- Eispickel. Gestern angekommen, ich bin total aufgeregt!!! Beim nächsten Schneehang, der mir über den Weg läuft, gibt es kein Halten. Von CAMP die "x-lite" Variante, ca. 300g.
- Merino-Unterhemden. Schön warm, hoffentlich reichts um nachts nicht zu frieren. Angeblich Anti-Stink. Von Decathlon.
- Seiden-Inlet für den Schlafsack. Für extra Wärme (vapor barrier) und um den sogenannten "hiker funk" aus dem Schlafsack zu halten. Ich hab gestern einen Prototyp selbst geschneidert, aus 05er Pongè Seide, das ist die die man auch für Seidenmalerei nimmt. Das Teil sieht soweit gut aus und wiegt tragbare 60g.
- Stirnlampe. Die Petzl e-lite wiegt spektakuläre 30g und kostet auch nicht viel.
- SPOT Satelliten Messenger. Um im Notfall nicht aufs Telefon angewiesen zu sein und den homies von Zeit zu Zeit ein paar Koordinaten zu schicken. wiegt ca 150g.
Ausrüstung die jetzt noch fehlt:
- Die leidige Kocher-Frage. wir werden einen Alkohol (Spiritus) Kocher selber bauen, das wird kein Problem. Es stellt sich eher die Frage nach einem guten Windschutz und einer stabilen Konstruktion für den "pot-stand". Gibts dafür einen deutschen Begriff?! Und natürlich, welcher Topf?!?! Leicht muss er sein, und billig. Ich habe mein Auge auf die von Anti-Gravity-Gear geworfen, bei racelite.de gibts sogar einen. hmmmmm.
- Genähtes: T-Shirts, Regenhosen für uns beide und ein Langarmshirt für mich. Außerdem Fliegennetze, Aufbewahrungsbeutelchen und etwas, um den Regen aus dem Rucksack zu halten. Entweder Regenschirm oder ein selbstgemachtes, optimiertes Regencape, die Entscheidung steht noch aus. Außerdem: Mützen und Handschuhe aus Fleece. Funktionstoff wie Silnylon will ich bei extremtextil.de bestellen, Seide gibts gut bei wollknoll.eu oder buttinette.de
- Einen Sonnenhut. Hochinteressant und extrem dorky ist der sogenannte Regenschirm-Hut. Genau. Wen's interessiert, möge das mal bei ebay eingeben.
- vielleicht ein paar Extrataschen an den Rucksack anbasteln, für Kamera, nasse Socken, Landkarte etc.
Außerdem müssen dringend die Landkarten von Halfmile (http://www.pctmap.net/ super Sache, bestes Kartenmaterial für 0€) ausgedruckt werden.
Soviel erstmal dazu... die Zeit rast, ich fasse es einfach nicht das ich in einem guten Monat schon drüben sein werde... GAAAHHHH!!!
Liebe Grüße, Louisa (und Kristina)
Endlich haben Kristina und ich nach Endspurt und Stressss wieder Freiraum für Planung für den PCT, auch wenn wir beide nebenher noch alle Zelte hier abbrechen und umziehen müssen...
In einem Monat geht es los!! In der Zeit seit unserem letzten Post konnten folgende Dinge abgehakt werden (Achtung, Gear-Nerd-Geschnacke):
- Zelt. Ist endlich da!! Wir werden ein UL-Zelt von Mountain Laurel Designs (sehr zu empfehlen, die Jungs) benutzen, es wiegt ca. 800g. Konnte noch nicht probehalber aufgebaut werden, da die neuen Wanderstöcke bei meinen Eltern sind...
- Wanderstöcke: Leki Thermolite. Nachdem unsere Meru-Teile in Schweden und den Alpen nur so geht-so prima waren, gibts jetzt mal gute Markenstöcke. 460g.
- Eispickel. Gestern angekommen, ich bin total aufgeregt!!! Beim nächsten Schneehang, der mir über den Weg läuft, gibt es kein Halten. Von CAMP die "x-lite" Variante, ca. 300g.
- Merino-Unterhemden. Schön warm, hoffentlich reichts um nachts nicht zu frieren. Angeblich Anti-Stink. Von Decathlon.
- Seiden-Inlet für den Schlafsack. Für extra Wärme (vapor barrier) und um den sogenannten "hiker funk" aus dem Schlafsack zu halten. Ich hab gestern einen Prototyp selbst geschneidert, aus 05er Pongè Seide, das ist die die man auch für Seidenmalerei nimmt. Das Teil sieht soweit gut aus und wiegt tragbare 60g.
- Stirnlampe. Die Petzl e-lite wiegt spektakuläre 30g und kostet auch nicht viel.
- SPOT Satelliten Messenger. Um im Notfall nicht aufs Telefon angewiesen zu sein und den homies von Zeit zu Zeit ein paar Koordinaten zu schicken. wiegt ca 150g.
Ausrüstung die jetzt noch fehlt:
- Die leidige Kocher-Frage. wir werden einen Alkohol (Spiritus) Kocher selber bauen, das wird kein Problem. Es stellt sich eher die Frage nach einem guten Windschutz und einer stabilen Konstruktion für den "pot-stand". Gibts dafür einen deutschen Begriff?! Und natürlich, welcher Topf?!?! Leicht muss er sein, und billig. Ich habe mein Auge auf die von Anti-Gravity-Gear geworfen, bei racelite.de gibts sogar einen. hmmmmm.
- Genähtes: T-Shirts, Regenhosen für uns beide und ein Langarmshirt für mich. Außerdem Fliegennetze, Aufbewahrungsbeutelchen und etwas, um den Regen aus dem Rucksack zu halten. Entweder Regenschirm oder ein selbstgemachtes, optimiertes Regencape, die Entscheidung steht noch aus. Außerdem: Mützen und Handschuhe aus Fleece. Funktionstoff wie Silnylon will ich bei extremtextil.de bestellen, Seide gibts gut bei wollknoll.eu oder buttinette.de
- Einen Sonnenhut. Hochinteressant und extrem dorky ist der sogenannte Regenschirm-Hut. Genau. Wen's interessiert, möge das mal bei ebay eingeben.
- vielleicht ein paar Extrataschen an den Rucksack anbasteln, für Kamera, nasse Socken, Landkarte etc.
Außerdem müssen dringend die Landkarten von Halfmile (http://www.pctmap.net/ super Sache, bestes Kartenmaterial für 0€) ausgedruckt werden.
Soviel erstmal dazu... die Zeit rast, ich fasse es einfach nicht das ich in einem guten Monat schon drüben sein werde... GAAAHHHH!!!
Liebe Grüße, Louisa (und Kristina)
Sonntag, 18. Dezember 2011
erstes Etappenziel
Liebe Leser,
Endlich sind Kristina und ich einen entscheidenden Schritt weiter in Richtung Amerika! Wir haben nun Flüge gebucht, was kräftig mit Sektfrühstück und Gejohle gefeiert wurde... am 25. März geht es los! Unfassbar!
Außerdem waren wir letzte Woche auf einer Odyssee durch Berlin um unser Besuchervisum zu bekommen. Nachdem wir eine Stunde von Wedding nach Dahlem rausgetingelt waren, gefühlte Stunden vor dem Gittertor der Botschaft standen, peinlichst genau auf gefährliche Lippenstifte und USB-Sticks gefilzt wurden, standen wir eeeeendlich drinnen... und das Interview hat ziemlich genau 3 Minuten gedauert und unsere massive Vorbereitung (schriftliche Beweise und Dokumente von unserer ausreichenden Liquidität bis hin zu "warum der PCT mein Lebenstraum ist") war völlig überflüssig... narf. Aber: WIR HABEN UNSER VISUM!!! Jetzt muss es nur noch durch die Vorweihnachtspost durchkommen uns in unseren Briefkästen landen.
Langsam gibt es kein zurück mehr, der Traum rückt näher und ab und zu steigt ein unbändiges Glucksen in unseren Hälsen auf.
Nachdem die Post eeeeewig und drei Tage unsere Yogi-Guides durch Deutschland gebummelt hat, fehlt jetzt nur noch das heißersehnte ultraleicht-Zelt, welches noch im USPS-Orbit kreist. Die Yogi-Bücher kann ich übrigens nur jedem dringend empfehlen! Da steht wirklich alles drin, was man wissen will und durch die vielen verschiedenen Meinungen darin kann man sich ein ziemlich gutes Bild davon machen, was man selbst an Ausrüstung mitnehmen will (als bekennender gadgeteer interessiere ich mich besonders für die Ausrüstungsfragen). Die Bücher sind nicht total billig, und man muss sie sich halt aus den USA schicken lassen, aber solche Planungshilfe findet man in Deutschland/Europa einfach nicht, und im Internet sind die Informationen ja wüst verstreut.
Wichtige Dinge die jetzt noch fehlen: Die drei Permits, PCT-Permit, Fire-Permit und der zu-Fuß-über-die-Grenze-nach-Kanada-Permit.
Unser Sportprogramm leidet gerade etwas durch diverse Wehwehchen und den steigenden Thesis-Stress, aber Tina hat schon angekündigt, dass sie uns nach Weihnachten noch mal ordentlich scheuchen will.
Jö. Soviel dazu, bis bald,
Louisa (und Kristina)
Endlich sind Kristina und ich einen entscheidenden Schritt weiter in Richtung Amerika! Wir haben nun Flüge gebucht, was kräftig mit Sektfrühstück und Gejohle gefeiert wurde... am 25. März geht es los! Unfassbar!
Außerdem waren wir letzte Woche auf einer Odyssee durch Berlin um unser Besuchervisum zu bekommen. Nachdem wir eine Stunde von Wedding nach Dahlem rausgetingelt waren, gefühlte Stunden vor dem Gittertor der Botschaft standen, peinlichst genau auf gefährliche Lippenstifte und USB-Sticks gefilzt wurden, standen wir eeeeendlich drinnen... und das Interview hat ziemlich genau 3 Minuten gedauert und unsere massive Vorbereitung (schriftliche Beweise und Dokumente von unserer ausreichenden Liquidität bis hin zu "warum der PCT mein Lebenstraum ist") war völlig überflüssig... narf. Aber: WIR HABEN UNSER VISUM!!! Jetzt muss es nur noch durch die Vorweihnachtspost durchkommen uns in unseren Briefkästen landen.
Langsam gibt es kein zurück mehr, der Traum rückt näher und ab und zu steigt ein unbändiges Glucksen in unseren Hälsen auf.
Nachdem die Post eeeeewig und drei Tage unsere Yogi-Guides durch Deutschland gebummelt hat, fehlt jetzt nur noch das heißersehnte ultraleicht-Zelt, welches noch im USPS-Orbit kreist. Die Yogi-Bücher kann ich übrigens nur jedem dringend empfehlen! Da steht wirklich alles drin, was man wissen will und durch die vielen verschiedenen Meinungen darin kann man sich ein ziemlich gutes Bild davon machen, was man selbst an Ausrüstung mitnehmen will (als bekennender gadgeteer interessiere ich mich besonders für die Ausrüstungsfragen). Die Bücher sind nicht total billig, und man muss sie sich halt aus den USA schicken lassen, aber solche Planungshilfe findet man in Deutschland/Europa einfach nicht, und im Internet sind die Informationen ja wüst verstreut.
Wichtige Dinge die jetzt noch fehlen: Die drei Permits, PCT-Permit, Fire-Permit und der zu-Fuß-über-die-Grenze-nach-Kanada-Permit.
Unser Sportprogramm leidet gerade etwas durch diverse Wehwehchen und den steigenden Thesis-Stress, aber Tina hat schon angekündigt, dass sie uns nach Weihnachten noch mal ordentlich scheuchen will.
Jö. Soviel dazu, bis bald,
Louisa (und Kristina)
Donnerstag, 27. Oktober 2011
noch&darüber.
Hallo liebe Leser,
in „in einer Birke hängend.“ berichten wir, Kristina und ich von unserem wilden Abenteuer auf dem Pacific Crest Trail. Für alle, die es noch nicht wissen: Der Pacific Crest National Scenic Trail (kurz PCT) führt einmal quer von Süden nach Norden durch die USA, von Mexico nach Kanada. Insgesamt ist er etwa 4300 Kilometer lang und wird uns durch die Südkalifornischen Wüsten, die Sierra Nevada weiter nördlich und in Oregon und Washington durch die Cascade Range bringen.
Bis dahin sind es noch fünf Monate, in denen wir uns intensiv vorbereiten wollen, um eine möglichst gute Erfolgschance zu haben, den ganzen Weg in einer Saison zu schaffen.
Im Moment trainieren wir fleißig unsere Kondition und Ausdauer, vor allem aber unsere Füßchen, die wir regelmäßig mit unseren schweren Rücksäcken beladen und dann Kiel unsicher machen... Der Plan ist es, die über den letzten Sommer gewonnene Kraft und Kondition zu behalten, was nicht einfach ist, da wir hier ja schlecht jeden Tag 8 Stunden durch die Pampa wandern können. Gut, dass Kristina für den Sport verantwortlich ist und uns erbarmungslos knechtet!
Weitere Planungsdetails, die uns in den nächsten Wochen beschäftigen werden sind Flug und Visum (Berlin! Berlin! wir fahren nach Berlin!), einige größere Ausrüstungsfragen und natürlich wie wir unsere Ernährung bestreiten wollen.
Wenn die Durchschnittsfrau 1500 Kalorien am Tag braucht, braucht die glückliche Weitwandererin zwischen 3000 und 5000 Kalorien, wenn es hart kommt. So viel Essen muss man erst mal tragen können! Wie kriegen wir also möglichst leichte, viele Kalorien zusammen, die auch noch lecker sind? Unser erster bereits feststehender Begleiter wird Trockenfleisch vom JerkyHouse sein, damit wir nicht wie in Schweden hauptsächlich nur von Fleisch träumen müssen... fliegende Schinken, liebe Leute.
Weiterhin werden wir uns überlegen, wann wie und wo wir uns Versorgungspakete mit eben jenen Kalorienbomben hinschicken wollen, da wir nicht immer an ausreichend großen Ortschaften vorbeikommen werden. Dafür werden wir wahrscheinlich vor Ort in den USA einkaufen, ich bin schon sehr auf die amerikanischen Riesensupermärkte gespannt.
Die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände wie Rucksack, Zelt, Schlafsack haben wir schon, jetzt fehlen nur noch die richtigen Schuhe in ausreichender Anzahl, ein tauglicher (!!) ultraleichter Kocher, die passende Eisaxt, Wanderstöcke und anderer Schnickschnack. Es ist gar nicht immer einfach, das richtige Teil zu finden, welches ultraleicht, funktional und natürlich noch möglichst günstig sein sollte. Viele Seiten und Foren helfen bei solchen Fragen aber gut weiter und besonders mich reizen immer wieder die MYOG (make-your-own-gear)-Videos...
soweit erstmal, wir berichten über die Fortschritte,
Louisa
Bis dahin sind es noch fünf Monate, in denen wir uns intensiv vorbereiten wollen, um eine möglichst gute Erfolgschance zu haben, den ganzen Weg in einer Saison zu schaffen.
Im Moment trainieren wir fleißig unsere Kondition und Ausdauer, vor allem aber unsere Füßchen, die wir regelmäßig mit unseren schweren Rücksäcken beladen und dann Kiel unsicher machen... Der Plan ist es, die über den letzten Sommer gewonnene Kraft und Kondition zu behalten, was nicht einfach ist, da wir hier ja schlecht jeden Tag 8 Stunden durch die Pampa wandern können. Gut, dass Kristina für den Sport verantwortlich ist und uns erbarmungslos knechtet!
Weitere Planungsdetails, die uns in den nächsten Wochen beschäftigen werden sind Flug und Visum (Berlin! Berlin! wir fahren nach Berlin!), einige größere Ausrüstungsfragen und natürlich wie wir unsere Ernährung bestreiten wollen.
Wenn die Durchschnittsfrau 1500 Kalorien am Tag braucht, braucht die glückliche Weitwandererin zwischen 3000 und 5000 Kalorien, wenn es hart kommt. So viel Essen muss man erst mal tragen können! Wie kriegen wir also möglichst leichte, viele Kalorien zusammen, die auch noch lecker sind? Unser erster bereits feststehender Begleiter wird Trockenfleisch vom JerkyHouse sein, damit wir nicht wie in Schweden hauptsächlich nur von Fleisch träumen müssen... fliegende Schinken, liebe Leute.
Weiterhin werden wir uns überlegen, wann wie und wo wir uns Versorgungspakete mit eben jenen Kalorienbomben hinschicken wollen, da wir nicht immer an ausreichend großen Ortschaften vorbeikommen werden. Dafür werden wir wahrscheinlich vor Ort in den USA einkaufen, ich bin schon sehr auf die amerikanischen Riesensupermärkte gespannt.
Die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände wie Rucksack, Zelt, Schlafsack haben wir schon, jetzt fehlen nur noch die richtigen Schuhe in ausreichender Anzahl, ein tauglicher (!!) ultraleichter Kocher, die passende Eisaxt, Wanderstöcke und anderer Schnickschnack. Es ist gar nicht immer einfach, das richtige Teil zu finden, welches ultraleicht, funktional und natürlich noch möglichst günstig sein sollte. Viele Seiten und Foren helfen bei solchen Fragen aber gut weiter und besonders mich reizen immer wieder die MYOG (make-your-own-gear)-Videos...
soweit erstmal, wir berichten über die Fortschritte,
Louisa
Abonnieren
Posts (Atom)